Anders als bislang angenommen, will Polen 2015 den Euro nicht einführen. Ein Beitritt zur Euro-Zone sei zu dem Zeitpunkt nicht realistisch, so Ministerpräsident Donald Tusk. Allerdings will das Land die Kriterien für die Aufnahme in die Gemeinschaftswährung innerhalb der kommenden drei Jahre erfüllen, betonte der polnische Finanzminister Jacek Rostowski beim EU-Gipfel in Brüssel. Das Staatsdefizit seines Landes, es lag 2011 bei 5,6 Prozent, soll bis auf ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts gesenkt werden.
Polen hatte bereits vor dem Gipfeltreffen für Aufregung gesorgt, als der Ministerpräsident Tusk forderte, auch als Nicht-Euro-Staat an den Beratungen zum Fiskalpakt teilnehmen zu dürfen. Man wolle „Teil des Entscheidungsprozesses sein“, lautete die klare Botschaft. Bislang sah der Vertragsentwurf lediglich vor, Nicht-Euro-Länder an einem der zweimal jährlich geplanten Gipfel der Eurogruppe teilnehmen zu lassen. (ths/Fischer-Partner.Org)



Fischer & Partner LLP
Sheraton House
English
Español
Deutsch